Heimatland des Weines

Denkt man an Frankreich, denkt man unweigerlich auch an Wein. Nicht nur die bekanntesten Rebsorten wie Chardonnay, Cabernet Sauvignon, Merlot oder Pinot Noir stammen von hier, sondern auch die namhaften Weinbaugebiete Bordeaux, Burgund und Champagne. Wein aus Frankreich wird seit jeher weltweit für seine Qualität und seinen Geschmack geschätzt.

Mit jährlich über 50 Mio. Hektoliter ist Frankreich das Land mit der zweithöchsten Weinproduktion der Welt, wobei ein Drittel des Spitzenprodukts exportiert wird. Rund 70% davon sind Rotweine, da gerade diese Rebensorten hier ideale Bedingungen vorfinden, um zu gedeihen.

Der Weg Frankreichs an die erste Position unter den besten Weinländern war ein Langer.

Weinanbau in Frankreich
Weinanbau in Frankreich

Die Anfänge des französischen Weinbaus reichen bis 500 Jahre v. Chr. zurück. Ähnlich wie in Deutschland, brachten vermutlich die Römer die Weinkultur nach der Besetzung mit ins Land. Aber erst in den Klöstern des Mittelalters wurden die Reben durch Züchtungen kultiviert und somit das Fundament für den heutigen Ruhm des französischen Weines gebaut.

Vor 200 Jahren perfektionierten die Winzer in den Regionen Bordeaux und Champagne die Kelterungsverfahren derart, dass das Ergebnis noch heute der Inbegriff für edle Tropfen ist.

Klimatisch ist Frankreich wie geschaffen für den Weinbau.

Sowohl das mediterrane Mittelmeerklima im Süden als auch das gemäßigte Kontinentalklima im Landesinnern bieten hervorragende Bedingungen für die Reben und garantieren ausreichend Sonnenstunden. Wein kann somit auch großflächiger angebaut werden als in Deutschland, was zu einer herausstechenden Vielfalt der Weinlandschaft beigetragen hat.

Es gibt in Frankreich 14 Anbaugebiete, die bedeutend größer und ertragreicher sind als die in Deutschland. Der Reichtum an entsprechend unterschiedlichen Weinen ist daher ebenfalls groß.

Frankreichs Weinbauregionen im Überblick

Die Region Bordeaux bringt, bedingt durch die gute südwestliche Lage, die meisten Spitzenweine hervor. Im Mündungsgebiet der Flüsse Dronne, Dordogne und Garonne tummelt sich ein Weinberg am nächsten. Die Rotweine aus dieser Gegend enthalten besonders viele Gerbstoffe und zeichnen sich durch ihr weiches Bukett aus. Kein Wunder also, dass der teuerste Wein der Welt aus Bordeaux stammt. 300 Flaschen des berühmten Weinguts Château Lafite-Rothschild erzielten auf einer Auktion in Hongkong im Jahr 2011 einen Wert von 5,35 Mio. Euro.

Aus Burgund kommt Frankreichs bekanntester Weißwein, der Chardonnay. Als einer der am meisten angebauten Rebsorten weltweit, zeichnet er sich durch herausragende Widerstandsfähigkeit gegenüber widrigen klimatischen Bedingungen aus. Von den traditionell sehr kleinen burgundischen Weingütern profitiert nicht nur der Chardonnay, da kein Produkt dem anderem gleicht und sich so eine große regionale Vielfalt herausgebildet hat.

Weinsuchmaschine

Auf den ca. 24000 ha Anbaufläche zwischen Dijon, Cluny und Lyon wird überwiegend auf Handarbeit gesetzt, was man ebenfalls an der verlässlichen Qualität der Weine erkennen kann.

Einen typischen Burgundcharakter der Weine gibt es daher nicht. Bodenart, Mikroklima und Verarbeitungstechnik entscheiden daher bei burgundischen Weinen maßgeblich über Bukett und Geschmack.

Die Champagne

Bei der Champagne braucht es eigentlich nichts Weiteres als die Namensnennung, um diese Weinbauregion zu beschreiben.

Champagner: Dom Perignon, Moët & Chandon
Champagner: Dom Perignon, Moët & Chandon

Die Champagne steht für nichts Geringeres als für die besten Schaumweine der Welt. Weltweit können keine vergleichbaren Produkte hergestellt werden, selbst wenn die gleichen Rebsorten verwendet werden. Nicht ohne Grund ist daher Champagner als Marke auf der ganzen Welt rechtlich geschützt. Dementsprechend unterliegt dieser besondere Schaumwein ebenso besonderen Produktionsvorschriften.

Nur Produkte aus der Champagne, deren Trauben handverlesen wurden und die in der Flasche vergoren sind, haben das Anrecht auf den besonderen Markenschutz. Dementsprechend werden in der Champagne überwiegend nur jene Rebsorten angebaut, die als Grundwein für den Champagner benötigt werden. Neben den zwei roten Sorten Pinot Noir und Pinot Meunier ist das vor allem der Chardonnay, der mit den kalk- und lehmhaltigen Böden dieser Weinbauregion hervorragend zurechtkommt.

All diese Eigenschaften spiegeln sich auch im Preis wider, weshalb Champagner wie kein anderes Getränk als Synonym für Exklusivität und Luxus steht.
Der Weinbau hat in Frankreich eine lange Tradition und bringt daher meisterhafte Produkte hervor. Ihre Vollkommenheit wird überall auf der Welt geschätzt und gilt als Ideal für den perfekten Wein. Sie können dem Ruf des französischen Weines daher ruhig vertrauen, er wird Sie nicht enttäuschen!