Prickelnde Weine sind allseits bekannt, die zahlreichen Unterschiede allerdings nicht. Wenn Wein Kohlenstoffdioxid beigefügt wird, nennt man die entstehenden Produkte entweder Schaumweine oder Perlweine.
Diese unterscheiden sich wiederum durch den Druck in der Flasche.
Bei Ersterem müssen mindestens 3 bar Druck herrschen, bei Perlwein lediglich 1 – 2,5 bar. Nur wenn das Kohlenstoffdioxid durch Gärung des Zuckers und der Hefe in einem druckfesten Behälter in den Wein gelangt, darf sich das entstehende Produkt Qualitätsschaumwein nennen.
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Korken knallen lassen lohnt sich nicht!
Wer kennt es nicht? Es gibt etwas zu feiern, eine Flasche Sekt oder Champagner wird hervorgeholt und soll geöffnet werden.
Alle Durstigen stehen im Kreis um denjenigen, der die Flasche öffnen will, und warten voller Spannung auf den zu erwartenden Knall und den fliegenden Korken. Oftmals wird sogar behauptet, dass der Korken unbedingt knallen muss, um den Geschmack des prickelnden Getränks zu verstärken. Das sollten Sie allerdings lieber nicht glauben. Denn außer einer tollen Show und verschwendeten Sekt, hat man durch das Knallen lassen nichts gewonnen.
- Durch den abrupten Druckausgleich schäumt der Sekt über und aus einem Gläschen für alle wird ein Halbes für einige.
- Halten Sie daher den Korken beim Öffnen gut fest und lassen Sie das Kohlenstoffdioxid langsam entweichen. So schäumt nichts über und jeder hat was vom feinen Getränk.
Auch bei der Lagerung von Schaum- oder Perlweinen sollte auf einiges geachtet werden. Prickelnde Weine sind bei Weitem nicht so haltbar wie andere Weinsorten.
- Gute Sorten bewahren ihren Geschmack eine Weile, werden aber auch spätestens nach zwei Jahren schal.
- Als frische und spritzige Getränke sollte Sekt, Champagner, etc. daher auch immer jung getrunken werden.
- Wenn Sie um eine längere Lagerung nicht herumkommen, dann müssen die Flaschen dunkel, kühl und aufrecht abgestellt werden.
Häufige Fragen zu Schaumweinen
Welche Schaumweine gibt es?
Zu dieser Weinart gehören neben
- Sekt, auch
- italienischer Spumante,
- spanischer Cava,
- ukrainischer Krimsekt,
- aber auch französischer Champagner.
Der bekannteste Perlwein ist hingegen der italienische Prosecco Frizzante, der sich nur so nennen darf, wenn er aus der Provinz Treviso kommt und aus der weißen Rebsorte Glera gewonnen wurde.
Die besten Qualitätsschaumweine zeichnen sich durch mindestens 10% Alkohol und durch eine feine Säure aus, die geschmacksverstärkend wirkt. Gerade die teureren Sorten werden zudem in Handarbeit durch traditionelle Flaschengärung hergestellt. Hierfür wird der Grundwein in der originalen Flasche in einem Keller gelagert und in gewissen Abständen „gerüttelt“.
Durch das Rütteln gelangt die, während des Gärprozesses abgestorbene Hefe, in den Flaschenhals, da die Flasche mit dem Flaschenhals nach unten gelagert wird. Hier sammelt sich die Hefe und wird dort nach dem Ende des Gärprozesses entfernt. Typische Rebsorten für die Schaumweinherstellung sind Riesling, Grüner Veltliner, Welschriesling und Chardonnay für weiße Varianten und Dornfelder und Spätburgunder für rote.
Wie kalt serviert man Champagner & Sekt?
Gerade weiße Perlweine vertragen keine warmen Temperaturen und sind daher bei 5°C – 7°C zu genießen. Rote oder Rosé-Perlweine können hingegen bei 6°C – 11°C getrunken werden, je nachdem wie es Ihnen besser schmeckt.











