Merlot – der Vielfältige
Die Rebsorte gehört zu den bekanntesten Sorten für Rotweine. Durch den vollmundigen Geschmack und die Einzigartigkeit ist der Wein selbst bei gelegentlichen Weintrinkern sehr beliebt.
Merlot zu beschreiben ist nicht ganz einfach, da aus dieser Rebsorte durchaus sehr unterschiedliche Weine gewonnen werden können. Von sehr einfachen, ländlichen Weinen, die aber trotzdem von hoher Qualität zeugen, bis wirklich hochkarätigen Produkten.
Auch diese Rebsorte ist frühreif und somit fruchtig, vollmundig und samtig. Durch Alterung kann allerdings ein reiferer und weicherer Wein erzeugt werden, der dann allerdings weniger fruchtig wird.
Inhaltsverzeichnis
Der Wein aus der Rebsorte Merlot
Bei Merlot handelt es sich um eine Rebsorte für Rotwein. Geschichtlich findet dieser seine erste Erwähnung im 14. Jahrhundert. Es handelt sich um eine Kreuzung aus Magdeleine Noire des Charentes und dem Cabernet Franc. Ursprünglich stammt die Rebsorte aus Frankreich und gehört zu den Reben, die für Rotwein verwendet werden dürfen. Die Weine zeichnen sich besonders durch die intensive dunkle Farbe und den runden Geschmack, der ein wenig an Pflaume erinnert aus.
Die Charakteristik der Traube
Es handelt sich bei dieser Traube beziehungsweise Rebsorte um eine sehr frühreifende Art. Die Erntezeit liegt zirka zwei bis drei Wochen vor den Cabernet – Sorten. Da diese Rebsorte sehr wuchskräftig ist, muss allerdings zur Qualitätssicherung eine Ertragsregulierung umgesetzt werden. Nur auf diese Weise kann für eine gleichbleibende Qualität gesorgt werden.
Gut zu wissen:
- Nach wenigen Jahren der Lagerung sind diese Weine bereits genussreif und erfreuen sich einer großen Beliebtheit.
- Lagern die Weine länger, gewinnen diese an Qualität, dies bedeutet unter anderem, dass dieser weicher wird.
- Allerdings verfliegen mit der Alterung die Fruchtaromen zum größten Teil, was dazu führt, dass die Kräuteraromen in den Vordergrund rücken. Der Geschmack lässt sich als fruchtig, körperreich, vollmundig und abgerundet charakterisieren.
Besonders ist außerdem die herausstechende dunkle Farbe. Der Wein hat einen mittleren bis hohen Alkoholanteil.
Dennoch ist der Merlot selten als reiner Sortenwein anzutreffen, da sich diese Rebsorte auch hervorragend dafür eignet um andere Sorten zu verfeinern und abzustimmen. Da sich diese Rebsorte auch sehr gut mit Eiche verträgt, können diese Weine auch sehr gut in der Fasslagerung eingesetzt werden. Zur Traube selbst ist allerdings hinzuzufügen, dass die Beerenhäute sehr dünn sind und daher für Fäulnis anfällig sind.
Dies erfordert eine gute Pflege und stetige Kontrolle der Trauben. Zusätzlich gibt es auch Kreuzungen, die ebenfalls durch Hochwertigkeit überzeugen können. Dazu gehört zum Beispiel die Rebsorte Merlot-Blanc. Dabei handelt es sich um eine natürliche Kreuzung aus Merlot mit der Rebsorte Folle Blanche.
Häufige Fragen zum Merlot Wein
Was bedeutet der Begriff Merlot?
Der Name selbst kommt aus dem Französischen. Das Wort merle bedeutet in der Übersetzung deutsche Amsel. Die Experten vermuten daher, dass der Begriff gewählt wurde, weil die Amsel gern rote Beeren verspeist. Allerdings sind andere Namensgebungsforscher der Meinung, dass die dunkelrote Farbe der Traube selbst für die Namensgebung verantwortlich ist. Die Meinungen gehen hier auseinander.
Wie schmeckt Merlot Wein?
Der Geschmack der Merlot-Weine erinnert an
- Pflaume,
- Kirsche,
- Schwarze Johannisbeere und
- Brombeere.
- Charakter: Intensive Aromen von dunklen Beeren, Kirsche und Cassis
So vielfältig die Geschmacksnuancen des Merlot sind, so vielfältig sind auch die dazu passenden Gerichte. Italienischer Merlot harmonisiert auch zu italienischem Essen, wie Antipasti, Pizza & Pasta. Französischer Merlot kann zu weißem Fleisch gereicht werden, während amerikanischer Merlot durchaus auch zu Fisch und Meeresfrüchten genossen werden kann.
Außerdem zählt die Rebsorte zu den Weinen, die nicht nur europaweit, sondern auch weltweit in Weinanbaugebieten vertreten sind. Als Ergänzung für andere Sorten bildet die Rebe eine gute Möglichkeit, um zu verfeinern und optimal abzustimmen. Zu einem besonderen Essen eine außergewöhnliche und runde Ergänzung.
Wo wird Merlot Wein angebaut?
Die Anbaugebiete sind auf der ganzen Welt verteilt. Zu den wichtigsten Gebieten gehört neben
- Frankreich und
- Italien unter anderem
- Bulgarien,
- die USA,
- Chile,
- Australien,
- Argentinien und
- Südafrika.
Wobei Frankreich und Italien bis heute an vorderster Stelle und die hochklassiksten Weine liefern können, was sicherlich auch auf die lange Tradition des Weinanbaus dieser Länder zurückzuführen ist. Frankreich ist bekannt für den reinen Wein dieser Rebsorte. Die teuersten und hochwertigsten Weine, die als rein oder beinah rein von Weinexperten bezeichnet werden, sind weltweit bekannt.
In Deutschland werden seit einigen Jahren ebenfalls Versuche unternommen an die Qualität der Weine aus Frankreich oder Italien heranzukommen. Allerdings bewegt sich die bisherige Qualität unter dem vorgegebenen Niveau. Grundsätzlich lässt sich aber feststellen, dass diese Rebsorte in beinah allen Weinanbaubgebieten eine tragende Rolle spielt und nicht aus den Qualitäten wegzudenken ist.
Was isst man zum Merlot Wein?
Der Wein hat einen geringen Säureanteil, was ihn auch bei Nicht-Weinkennern sehr beliebt macht und unverwechselbar erkennbar ist. Besonders gut passt Merlot zu
- Rindfleisch und
- würzigem Käse.
Durch den eigenen runden und fruchtigen Geschmack schmecken diese Weine besonders gut zu würzigen beziehungsweise kräftigeren Speisen. Aber auch einfach zum Genießen an einem gemütlichen Abend können diese Weine eine sehr gute Ergänzung sein.
Kleine Leckereien, die in die salzige oder würzige Richtung gehn, wie zum Beispiel Salzbrezeln oder Gewürz – Kracker, bilden eine gute Ergänzung. Mit kleinen Käsehäppchen oder einfach nur Weißbrot, kann der Geschmack immer wieder neu erlebt werden.
Den optimalen Wein finden
Gute Angebote für einen Merlot Wein werden Sie über die Übersichtsseite der Weine finden. Sie sollten verschiedene Sorten aus unterschiedlichen Anbaugebieten selbst versuchen, um Ihren persönlichen Favoriten zu finden. Durch die unterschiedlichen Ursprungsgebiete entwickelt jede Sorte kleine Unterschiede.
Das Klima, der Boden und die Anbauart sorgen für feine kleine Unterschiede, die je nach persönlichen Vorlieben herausgefiltert werden können. Grundsätzlich gilt aber, dass diese Weine immer eine gute Wahl sind und in der Regel gut angenommen werden.















