Roséwein

Rosé ist nicht nur farblich eine Mischung zwischen Rot- und Weißwein. Das Herstellungsverfahren gleicht dem des Weißweins, die verwendeten Trauben sind aber überwiegend rot.

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Zuletzt aktualisiert am 9.Juni.2026 um 13:20 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Wie wird Roséwein hergestellt?

Die überwiefend roten Trauben werden zunächst lediglich angepresst damit Saft und Farbstoffe die Maische bilden. Wie lange die Beeren dabei in der Maische ruhen, entscheidet darüber, wie intensiv die rötliche Färbung wird. Nach der Trennung von der Schale wird der verbliebe Most zu Roséwein vergoren.

Das endgültige Erscheinungsbild des Weines kann dabei durchaus sehr unterschiedlich ausfallen. Von Dunkelgelb, über sanftes Rosa bis Hellrot, Rosé hat viele Gewänder.

Vor einigen Jahren noch als Nischenprodukt verspottet und lediglich „zwischendurch“ getrunken, erfreut sich Rosé aktuell immer größerer Beliebtheit. So ist mittlerweile jeder zehnte Wein, der in Deutschland über die Ladentheke geht, ein Rosé. Die qualitativen Unterschiede zwischen den Weinen sind allerdings enorm.

Bei Rosé kommt es nicht nur auf die Rebsorte an, sondern auch auf die Herstellungsvariante. So gibt es leider auch Winzer, die auf Quantität statt auf Qualität setzen und ihren Rosé durch Verschnitt von Rot- und Weißwein erzeugen. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als das Mischen von rotem und weißem Wein, um rosafarbenen Wein zu erhalten.

Bei Rosé aus EU-Ländern braucht man diese Herstellungsmethode allerdings nicht zu befürchten, da die EU ein entsprechendes Gesetz, das diese Variante erlauben sollte, im Jahr 2009 ablehnte. Erlaubt ist daher nur die traditionelle Saignée-Methode, die seit jeher hochwertige Weine hervorbringt.

Lagern zwecklos – kühl servieren

Auch wenn Rosé aus roten Trauben gewonnen wird, empfiehlt sich dennoch keine allzu lange Lagerung. Als sehr junger und fruchtiger Wein verliert er mit der Zeit seinen frischen Charakter und den guten Geschmack. Sie werden daher kaum noch Freude an einer Flasche haben, wenn diese älter als zwei Jahre ist.

Klassischerweise wird Rosé, auf 8°C bis 12°C herunter gekühlt, als sommerliche Erfrischungen genossen. Ihn begleitend zu Mahlzeiten zu trinken war lange Zeit untypisch, findet aber ebenfalls immer mehr Anerkennung. Praktisch dabei ist, dass Rosé

  • weder dekantiert
  • noch vor dem Servieren atmen muss und damit sofort nach Öffnung getrunken werden kann.

Ein unkomplizierter und jugendlicher Wein also, den auch Sie einmal probieren sollten!